Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Brüder unserer Loge als Künstler vor:

gemalt von Br. Albert Bühler

Der Lehrling
(Öl auf Leinwand)
nach einer Idee von Br. Rolf Sturm

 

Der in den Bund der Freimaurer aufgenommene Suchende, beginnt seinen maurerischen Lebensweg als LEHRLING. Bevor er jedoch mit der Arbeit am rauen Stein beginnen kann, muss er sich von allen Zwängen, die ihn an der freien Entfaltung seines Geistes behindern können, befreien. Aus einem, wie ein in einem Stein eingeschlossenen Weltbild, das keinen toleranten Gedanken zulässt, muss er sich den Freiraum schaffen, in dem er sich fortan voll entfalten kann. Die

(ständige) Arbeit an sich selbst ist Voraussetzung dafür, diese Aufgabe zu bewältigen. Beharrliche Arbeit an der äußeren Hülle gibt dabei Form und Festigkeit. Nur so kann der Bau des Tempels der Humanität, an dem wir Freimaurer arbeiten, gelingen. Ein Stein, der in seinem inneren Gefüge keine Festigkeit besitzt, weil die Bindung der Materie und die des Geistes nur schwach vorhanden sind, wird, wenn die Kanten der Unvollkommenheit abgeschlagen werden sollen, in sich zerbröseln. Deshalb wird unsere Arbeit – im übertragenen Sinne – auch nur “nackt” und ohne schützende Kleidung, also ohne die “Fassade”, die wohl jeden umgibt, folglich einzig mit dem Hammer erfüllt. Er ist in der Hand eines Freimaurers aber niemals eine Waffe. Sich aus Befangenheiten und Vorurteilen herauszuarbeiten, hinterlässt daher keine leere Hülle, sondern wird die Heimstadt für kreatives Handeln, das von Toleranz, Humanität und Brüderlichkeit geprägt ist.